Digitalisierung beeinflusst die Beraterwelt, wie wir sie heute kennen – so viel steht fest. Cognitive Computing, Machine Learning und künstliche Intelligenz sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern erhalten Einzug in den Alltag und verändern die Rolle des Consultants entscheidend. Der klassische „Berater“ wird zum „Moderator“, weil Information nicht nur immer verfügbarer wird sondern auch intelligent, auf die Fragestellung gerichtet, automatisiert aufbereitet werden kann. Er kennt die technischen Möglichkeiten, ist mit den Wünschen und Anforderungen des Kunden vertraut und weiß beides miteinander zu verbinden. Das erlaubt den intensiveren Blick auf die tatsächliche Fragestellung, was immer wieder leicht aus dem Fokus gerät.

Somit wandelt sich auch die Beratung selbst unter der zunehmenden Digitalisierung. Dass diese Veränderungen positiv sind, davon sind wir überzeugt. Es entsteht eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, die auch kleinen Beratungsunternehmen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht.

Der Frage nach der Beeinflussung der Berater-Rolle durch die Digitalisierung hat sich auch Manuel Heckel in einem Handelsblatt-Spezial zum Beratertag des BDU angenommen. Die Sonderausgabe setzt sich mit den Veränderungen und Möglichkeiten durch die zunehmende Virtualisierung von Beraterleistungen auseinander.

Unser Geschäftsführer Stephan Multhaupt wurde dabei als Experte zu Rate gezogen und hat über die Chancen und Risiken, die durch die Digitalisierung in der Beraterwelt entstehen, gesprochen.

Die Vorteile der zunehmenden Digitalisierung sind mannigfaltig; Ob Videokonferenzsysteme für einen produktiven Austausch, intelligente Analysetools zur Erschließung neuer Geschäftsmodelle, Einsparung von Reisekosten oder multipliziertes Beraterwissen. Dennoch stehen viele Kunden und Berater der voranschreitenden Virtualisierung skeptisch gegenüber. Zu groß ist das Negativ-Image und die Angst, von der Technik ersetzt zu werden. Dabei birgt der Schritt in die virtualisierte Arbeitswelt große Chancen – vorausgesetzt, wir sind dazu bereit, unsere eigene Rolle flexibel zu überdenken und anzupassen.

Analysetools sind an dieser Stelle ein klassisches Beispiel für die neuen Möglichkeiten. Der Einsatz von IT-Hilfsmitteln minimiert lange Recherchezeiten, Daten können in kürzester Zeit beschafft, eingegeben und ausgewertet werden. Gerade die kleinen Beratungshäuser profitieren dabei von diesen Analysetools: So ermöglichen die intelligenten Systeme die Erschließung neuer Kundengruppen. Manuel Heckel weist etwa auf Vergleichsberichte für Anwaltskanzleien oder Arztpraxen hin, die Aufschluss über die Marktposition des jeweiligen Unternehmen geben. Die relevanten Daten könnten Kunden über automatisierte Formulare eingeben.

Auch wenn die virtuellen Helfer somit zusätzliche Beratungsleistungen ermöglichen: Zunächst werden nur einzelne Arbeitsschritte in die virtuelle Welt verlegt. Sobald fachliches Know-How gewünscht ist, bei Erstgesprächen oder speziellen Fragen ist immer noch der Experte gefragt.

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