Für sein inzwischen siebtes Tutorium haben wir unseren Consultant Carmelo Barba im Rahmen eines Corporate Volunteering-Projektes im Sommersemester 2017 erneut freigestellt. Und diesmal haben sich insgesamt 67 Erstsemester der Betriebswirtschaftslehre erfolgreich durch ihre erste Prüfung des Studiums „geschlagen“. 13 Start-ups auf Zeit stellten im Juni ihre fiktiven Geschäftsideen im Rahmen einer Abschlusspräsentation vor. Kreativ, innovativ und diesmal ganz im Zeichen von CSR: das Thema fand als roter Faden Einzug in sämtliche Ausarbeitungen der Studierenden:

 

  • Die „Grünes Glück GmbH“ bietet ihren Kunden als Dienstleistung nicht nur einen sicheren und professionellen Service für Zimmerpflanzen an. Zusätzlich möchte sie im Handlungsfeld des Gemeinwesens aktiv werden. In Kooperation mit einer Behindertenwerkstatt möchte sie Kindern in von ihnen gegründeten Pflanzenschulen den angemessenen Umgang und die richtige Pflege mit Pflanzen beibringen.
  • Auf „Clean Labelling“ setzt die „Zipp GmbH“ mit ihrer Limonade. So besteht das erfrischende, gesunde und durstlöschende Getränk ausschließlich aus natürlichen Zutaten und ist frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen. Sämtliche Rohstoffe werden nachhaltig angebaut und können vom Endverbraucher zurückverfolgt werden. Zipp wird in Glasflaschen abgefüllt. Das Etikett besteht aus 100% recycletem Papier.
  • 100% Bio, aber nicht alkoholfrei ist die Geschäftsidee der „Skål GmbH“. Sie ist ein Bio-Weinhandel, der ausschließlich Wein aus Deutschland vertreibt. Die Leitidee des Unternehmens basiert auf dem Gedanken, jungen und modernen Menschen den Genuss deutscher Weine aus nachhaltiger Produktion nahe zu bringen. Der Firmenname ist bewusst gewählt worden: „Skål“ – auf Deutsch übersetzt „Prost“ – ist in Gesellschaft eine Geste, mit jemanden auf einen gemeinsamen Anlass anzustoßen. Gleichzeitig verbindet es die Menschen miteinander. Passend zum positiven Gemeinschaftsgefühl haben sie den Slogan „Weine nicht, wenn die Rebe fällt“ kreiert.
  • Die „carrotas oHG“ möchte mit ihrer Geschäftsidee die Lebensmittelverschwendung in Deutschland verringern. In ihrem 42 m²-großen Ladenlokal in der Kölner Südstadt verkaufen sie Lebensmittel, die deutliche optische Mängel aufweisen und somit für den normalen Einzelhandel unverkäuflich sind. Auch Backwaren vom Vortag oder Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, die aber immer noch unbedenklich genießbar sind, erweitern das Sortiment der jungen Gründer. Eine weitere Besonderheit des Ladens ist die Bezahlung der Produkte nach dem „Pay-What-You-Want“ Prinzip. Hier bestimmt der Kunde den Preis.
  • Bei der „KostBAR UG“ ist der Fokus auch gegen die Lebensmittelverschwendung und auf krummes Gemüse gerichtet. Sie kaufen regionalen Gemüsebauern das „krumme“ Bio-Gemüse ab, verarbeiten dieses in ihrem Lokal zu gesunden Salaten und verkaufen es für wenig Geld an qualitätsbewusste und gesundheitsorientierte Personen.

Ihr ganzes Herzblut in die Projektarbeit haben sechs Studierende in die „Glücksholz UG“ gesteckt. Sie sind überzeugt davon, den Spielwarenmarkt mit Holzspielzeug erobern zu können. Ihre Produkte bieten schließlich eine gesunde und umweltbewusste Alternative zu Plastikspielzeug. Eltern können mit diesem Spielzeug aufatmen. Sie müssen keine Gefahr fürchten, wenn ihre Kinder das Spielzeug in den Mund nehmen, da die Produkte nicht gesundheitsschädlich sind.

Darüber hinaus setzen sich die Käufer mit dem Erwerb des Produktes indirekt für die Umwelt ein. Die Gründer achten darauf, dass das Holz für die Spielzeuge aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern aus Deutschland stammt. Dabei achten die Gründer auf das FSC-Siegel. Dieses Siegel ist ihnen besonders wichtig, da es weltweit für Transparenz und Glaubwürdigkeit sowie einen fairen und verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur steht.  Bei der Produktion werden Farben auf Wasserbasis verwendet, um so eine zusätzliche gesundheitliche Gefährdung für Kinder auszuschließen.

Das gesellschaftliche Engagement soll bei der „Glücksholz UG“ allerdings über das Kerngeschäft hinausgehen. Sie möchten intensiven Kontakt zu Förstern vor Ort schaffen, um den Abbau des Holzes selbst überprüfen und kontrollieren können. So können die Gesellschafter selbst entscheiden, inwieweit ein Waldgebiet noch abgeforstet werden kann. Weiterhin sollen Geschäftsbeziehungen zu Umweltorganisationen wie der Baldwald oder I Plant A Tree hergestellt und gepflegt werden. Ziel der Organisationen ist es, Aufforstungsprojekte in der Region zu fördern und Bäume zu pflanzen, um damit einen positiven Beitrag zum Klima und zur Artenvielfalt leistet.

Das Geschäftsmodell zeigt, dass die Gründer mit ihrer Idee nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein können, sondern auch einen wertvollen Beitrag für das Gemeinwohl und die Umwelt leisten.

Die ausgearbeiteten Businesspläne zeigen, dass das Thema CSR gerade auch bei den jungen Menschen und Fach- und Führungskräften von morgen an Bedeutung gewonnen hat. Deshalb passt gerade dieses Corporate Volunteering-Projekt gleich doppelt zu uns: Die Förderung junger Talente an Hochschulen liegt uns nicht nur am Herzen, sondern zahlt auf unsere integrierten strategischen CSR-Ziele ein. Sämtliche Ausarbeitungen haben gezeigt, dass sich die Integration von CSR in das Kerngeschäft wirtschaftlich lohnen kann. Umso gespannter sind wir deshalb jetzt schon auf die neuen Ideen und Geschäftsmodelle unter Anwendung des CSR-Konzepts, die im kommenden Wintersemester 2017/18 entstehen werden.

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