Erwartungsvoll neugierig waren wir vor unserer Veranstaltung „CSR-Berichtspflicht: Ihre Riesen-Chance“ schon, auch wenn die Thematik für uns längst kein Neuland mehr ist. Die CSR-Berichtspflicht war der Aufhänger unseres Events, das unter dem Motto #ChancenNutzen stand. Und so haben sich am 26.10.2017 in unseren Räumlichkeiten Wirtschaft, Wissenschaft und NGO’s für den Austausch wortwörtlich an einem Tisch versammelt, um zu diskutieren, ob diese Pflicht für Unternehmen auch ein Motor sein kann. Die Antwort, ganz klar: Ja!

Durch die Veranstaltung führte gmc²-lerin Lara Herrmann. Nach einer kurzen Begrüßung stellte sich jeder Gast kurz vor und schilderte seine Erwartungen an den Abend. Alle Anwesenden wollten über die Berichtspflicht informiert werden: Ist ihr Unternehmen von der CSR-Berichtspflicht betroffen? Falls ja: Wie können Sie diese möglichst effizient und umfassend erfüllen? Aufklärung gab es von Marian Rondorf mit seinem Impulsvortrag: Was hat es mit dem EU-CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz auf sich und was steht genau drin? Wer ist betroffen? Über was soll berichtet werden und in welcher Form? Welches ist das richtige Rahmenwerk, an das sich Unternehmen halten können? Und wie wird man überhaupt für das alles fit gemacht? Antworten auf die vielen Fragen wurden mit der Vorstellung der Sustainability Roadmap als Ansatz für eine integrierte Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts gegeben. Mit Hilfe der Roadmap kann das Unternehmen und somit auch der Berichtende in sechs Modulen systematisch und sicher von A nach Erfüllung der Berichtspflicht geführt werden. Grundsätzlich gehören sowohl numerische als auch narrative Elemente in den Nachhaltigkeitsbericht, wobei sich die Inhalte an Berichtsstandards orientieren. Aber das reine Sammeln von Daten und Geschichten, die den Bericht mit informativen Inhalten füllen, reicht bei Weitem nicht aus. Zur Erstellung und finalen Gestaltung können spezielle Softwarelösungen eingesetzt werden. In unserem Falle haben wir uns mit IBM Cognos Disclosure Management (CDM) auseinandergesetzt. Dieses Tool ist aufgrund seiner vielseitigen Funktionalitäten besonders gut geeignet. Marian Rondorf stellte in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der dynamischen Generierung, Bearbeitung und zentrale Veröffentlichung von Geschäftsberichten mit IBM CDM vor. Wir finden, dass es sich gerade deshalb bestens zur Erfüllung der CSR-Berichtspflicht eignet. Zahlreiche Zusatzfunktionen schaffen nämlich – geschickt eingesetzt – eine auf die Nachhaltigkeitsberichtserstellung ausgelegte Plattform zur Zusammenarbeit, verbessern die Datenqualität entscheidend und automatisieren teilweise den Erstellungsprozess zukünftiger Berichte. Workflows und automatische Aktivitätenprotokolle gewährleisten Transparenz und Effizienz entlang des gesamten Erstellungsprozesses. Die zentrale Sammlung, Verwaltung und Verarbeitung aller Informationen in einem System beeinflusst die Effizienz bei der Berichtserstellung in positiver Weise. So kann beispielsweise dann die Erfüllung einer lästigen Berichtspflicht zu einer herausfordernden und spielerisch zu bewältigenden Aufgabe werden.

Im Anschluss an den Vortrag wurden die Anwesenden in eine kurze, wohlverdiente Pause entlassen, bevor es dann mit einer Diskussionsrunde, bei der Experten aus unterschiedlichen Perspektiven über die CSR-Berichtspflicht sprechen, im Programm weitergehen sollte. So viel Input sollte schließlich bei jedem erstmal sacken. Allerdings fanden die liebevoll angerichteten Snacks und Getränke bei den Teilnehmenden (vorerst) wenig Beachtung. Der Austausch um CSR und die CSR-Berichtspflicht nahm direkt seinen Lauf und entwickelte eine spannende Eigendynamik. Die intensiven Gespräche wollten wir nicht unterbrechen, indem wir alle wieder in den Vortragsraum lotsen. Also wurde kurzerhand beschlossen, die Diskussion spontan an den Stehtischen in unserem TraudeL – Treffpunkt außergewöhnlich denkender Leute – zu belassen.

Mit unserer Veranstaltung wollten wir Unternehmen und Betroffenen helfen, den Weg durch den CSR-Berichtsdschungel zu ebnen und – haben es ein Stück weit geschafft. Denn am Ende des Abends waren wir uns alle einig: Um Nachhaltigkeit und damit verbundene Maßnahmen authentisch zu leben und in den Unternehmensalltag zu integrieren, bedarf es eines gewissen Mind-Sets. Uns ist bewusst, dass die Umstellung der Berichtspflicht eine große Herausforderung für alle Unternehmen darstellt. Trotzdem waren und sind wir davon überzeugt, dass die CSR-Berichtspflicht eine „Riesen-Chance“ ist. Eine Riesen-Chance, das Thema CSR für sich zu erschließen, vom „Business Case for Sustainability“ zu profitieren und gleichzeitig die nötige Transparenz durch einen Nachhaltigkeitsbericht herzustellen.

„Das Format der Veranstaltung hat auf mich ganz klar den Eindruck gemacht, dass gmc² den an diesem Abend vorgestellten Ansatz zur „integrierten“ CSR-Berichterstattung auch im eigenen Unternehmen authentisch lebt. Aufgrund des sehr interessierten Teilnehmerkreises galt es sicher nicht nur, für die nachhaltige Berichterstattung zu werben. Vielmehr wollte gmc², auch im konstruktiven Austausch mit den Teilnehmern sicher jeden ermutigen, sich auf die schon im Unternehmen vorhandenen Werte und Ziele zu besinnen und darauf aufzubauen. Vielen Dank dafür!“ Heike Nabert de Lobo

Daher haben wir es zum Anlass genommen, die positive Seite der Pflicht zu sehen, auf die zahlreichen und großen Chancen aufmerksam zu machen und alle Anwesenden zu motivieren, der Berichtspflicht künftig mit  Berichtslust zu begegnen.
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