Zwischen all den technischen und fachlichen Themen, möchten wir heute über eine regelrechte Herzensangelegenheit sprechen: Arbeitsbedingungen.  Verglichen mit anderen Ländern der Welt, hat es das Glück mit uns in Deutschland selbstverständlich gut gemeint. Aber leider sind faire Arbeitsbedingungen selbst bei uns, in Deutschland im Jahr 2017, noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Um Studierenden und jungen Berufseinsteigenden deshalb ein wenig Licht in den dunklen Arbeitgeber-Dschungel zu bringen, engagiert sich die Fair Company-Initiative seit über zehn Jahren für den beruflichen Nachwuchs. Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 setzt sich Deutschlands größte und bekannteste Arbeitgeberinitiative allem voran für genau das ein: Faire Arbeitsbedingungen. Ziel ist es, jungen Menschen wertvolle Praxiserfahrung zu fairen Konditionen zu bieten, indem teilnehmende Fair Company-Unternehmen sich verlässlich zu Qualitätsstandards und überprüfbaren Regeln bekennen: eine adäquate Aufwandsentschädigung anstelle von Hungerlöhnen, keine leeren Versprechungen auf Festanstellungen, keine Vollzeitstellen, die durch Praktika ersetzt werden. Stattdessen sollen Studierende ihr theoretisch erlangtes Wissen in die Praxis umsetzen, erfahren, in welchem beruflichen Umfeld ihre persönlichen Stärken am besten zur Geltung kommen und sich ein eigenes, wertvolles Bild vom Unternehmensalltag machen. Die Einhaltung dieser Regeln, wird dabei ständig überprüft. Zudem haben Praktikanten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mithilfe eines Fragebogens der Fair Company-Redaktion mitzuteilen. Für ihre verantwortungsvolle und transparente Unternehmenskultur werden die teilnehmenden Unternehmen jährlich mit dem Fair Company-Siegel ausgezeichnet. Und das Prinzip scheint zu funktionieren. Über 600 Unternehmen bekennen sich mittlerweile offen zur Übernahme gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung in diesem Kontext.

Als sozial engagiertes Unternehmen verstehen wir verantwortungsvolles Handeln und den respektvollen Umgang mit Menschen seit je her als Grundstein unserer Arbeit. Die Mitgliedschaft in der Fair Company Initiative ist für uns von daher logische Konsequenz unseres Handelns. Denn insbesondere die Förderung junger Talente hat Tradition bei uns. Lehren und Lernen zieht sich wie ein roter Faden durch unsere gmc²-Geschichte. In Kooperationen mit regionalen Hochschulen, in Tutorien, Workshops und Hackathons und in der Betreuung Studierender – wir geben unser Wissen weiter, so gut wir können. Besonders wertvolle Erfahrungen haben wir in der Vergangenheit mit hoch motivierten und talentierten Praktikanten gemacht. Allein in den vergangenen zwei Jahren durften wir 25 Studierende auf ihrem Weg begleiten und hatten das Glück, sechs Praxisprojekte und sechs Abschlussarbeiten betreuen zu dürfen. Unsere Mitgliedschaft in der Fair Company Initiative war dabei mehr Commitment und damit Sicherheit für unsere Praktikanten, denn als Richtlinie für uns gesehen. Denn obwohl faire Arbeitsbedingungen, auch für Studierende, für uns eine Selbstverständlichkeit sind, sind viele Praktikanten anderes gewöhnt.

Natürlich beutet die Mitgliedschaft auch ein Stück weit Verantwortungsübernahme. Und natürlich ist das Gefühl, öffentlich beurteilt zu werden, schwer auszuhalten, das geben wir gerne zu, aber sind wir doch mal ehrlich: Wer nichts zu verbergen hat, der muss auch nichts befürchten, richtig? So oder so können wir alle Skeptiker beruhigen: Für uns bedeutet die Fair Company-Mitgliedschaft eine Investition in die Zukunft. Wir bekommen die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter von Morgen schon früh kennenzulernen und treffen immer wieder auf spannende junge Menschen von enormem Potenzial. Gleichzeitig können wir ihnen eine angemessene Ausbildung, Bezahlung und Wertschätzung zukommen lassen. Und unter uns gesagt: Zufriedene Praktikanten machen auch ein Stück weit stolz. Wir hoffen, dass wir mit unserer Leidenschaft für das Thema den Ein oder Anderen dazu motivieren können, mit uns gemeinsam auf den Fairness-Zug zu springen. Für uns, für ein faires Miteinander – und ganz besonders für unsere Zukunft.

Wie stehen Sie zur Fair Company-Initiative? Kennen Sie die Initiative, sind Sie eventuell selber Mitglied? Was für Erfahrungen haben Sie gemacht?
Oder stehen Sie der ganzen Sache eher skeptisch gegenüber?
Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare und einen regen Austausch!

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