Kreativ, innovativ und so realistisch wie möglich – nach sechs Wochen intensiver Bearbeitungszeit haben 54 Erstsemester der Betriebswirtschaftslehre zehn neue, fiktive Geschäftsideen entwickelt. Ziel war es, den Studierenden auf diese Art und Weise erste Einblicke in sämtliche Bereiche der BWL zu ermöglichen. Unterstützt wurden die Start-ups auf Zeit von unserem Consultant Carmelo Barba. Bereits zum sechsten Mal schlüpfte er in seine Rolle als Tutor und begleitete die Teilnehmer erfolgreich durch die erste Prüfung des Studiums. Für das Tutorium haben wir Carmelo Barba im Rahmen eines Corporate Volunteering-Projektes freigestellt. Das praxisorientierte Projekt ist im November mit spannenden Ergebnissen abgeschlossen worden.

Der Kreativität völlig freien Lauf gelassen haben beispielsweise sechs Studierende mit der ReSteelers GmbH. Das fiktive Unternehmen importiert Dosenblech aus müllbelasteten Ländern und verarbeitet es schließlich zu Möbelstücken. Ihren Erlös erzielt das Start-up durch den Verkauf der Produkte „Tinmeja“ und „Tinlampu“ an Großkunden. Dabei stammen die Worte „meja“ und „lampu“ aus dem Malaiischen und bedeuten ins Deutsche übersetzt „Tisch“ und „Lampe“. Mit ihrer Geschäftsidee leistet das Unternehmen seinen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit und übernimmt gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung für ein Dritte-Welt-Land.

Das Konzept zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung und rückte in den meisten Geschäftsideen in den Fokus. So setzte sich eine Gruppe mit der erfundenen „Fresh2Go oHG“ damit auseinander, wie innovative Absatzwege Lebensmittel von regionalen Bauernhöfen gewinnbringend fördern können. Das Konzept für das Café Filántropo wurde durch ein Gruppenmitglied mit peruanischen Wurzeln inspiriert. Natürlich hat es Fairtrade-Kaffee aus Peru im Angebot. Neben dem Verkauf von fair gehandelten Produkten, setzt sich die Gruppe für menschenwürdige Arbeitsbedingungen im Produktionsland ein.

Das Ergebnis der (noch) fiktiven Focus GmbH zeigt, dass mit einer simplen Idee ein wettbewerbsfähiges und innovatives Unternehmen entstehen kann: Mit der Entwicklung eines ganz speziellen Smoothies hat das Team gleichzeitig seine Fühler in Richtung Wirtschaft ausgestreckt. Sie stehen bereits mit Vertretern aus der Wirtschaft in Kontakt und diskutieren Möglichkeiten, ihre Idee in die Praxis umzusetzen.

Seit vielen Jahren setzen wir uns bereits für die Förderung junger Talente an Hochschulen ein. Aus diesem Grund liegt uns auch dieses Tutorium besonders am Herzen. Da wir selber begeisterte und leidenschaftliche „CSRler“ sind, freut uns insbesondere die intensive Auseinandersetzung mit CSR-Aspekten innerhalb des Projektes. Wir freuen uns über die vielen kreativen Ausarbeitungen und darüber, dass das Thema CSR bei vielen Fach- und Führungskräften von morgen Anklang findet.

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